Ergebnis Britannia satiniert: Leuchtende Farben

So strahlende Farben habe ich mit meinem sonstigen rauhem Papier noch nie  erreicht. Und eine weitere Überraschung habe ich erlebt. Ein Tropfen Wasser ist mir unter dem Malen auf das Papier gefallen. Beim Entfernen ist ein kreisrunder, fast weißer Fleck entstanden – das habe ich gleich serienmäßig beim Mohn umgesetzt : ))

Vorteile Aquarellpapier Britannia satiniert:

Das Papier ist sehr glatt und nimmt kein Wasser und keine Farben auf. Dadurch ergibt sich ein völlig anderes Arbeiten als mit matten oder rauhen Papieren. Das sind die Vorteile:

  • Es kann ganz leicht und detailliert vorgezeichnet werden. Ebenso kann leicht radiert werden.
  • Da die Farben auf der Oberfläche des Papieres liegen bleiben, leuchten sie sehr intensiv. Mehrere Lasuren können übereinander gelegt werden, sind wunderbar durchscheinend und jede einzelne Lasur behält ihre Leuchtkraft.
  • Die Farben können sehr leicht vom Papier abgetragen werden (mit Pinsel, Tuch, Schwamm …) – im feuchten Zustand oder nach dem Trocknen durch nochmaliges Anfeuchten. Misslungene Farbaufträge können vollständig und großflächig mit fließendem Wasser abgewaschen werden. Das Papier wird dabei weitestgehend wieder weiß.
  • Durch das leichte Abtragen sind Korrekturen oder das Herausarbeiten von Details in der Negativtechnik gut möglich.
  • Bei sehr nassen Farbauftrag bleiben die Farben nebeneinander stehen und vermischen sich relativ wenig. Dadurch bleiben die Farben sehr klar und werden nicht graustichig.
Erster Farbauftrag auf Hahnemühle Britannia satiniert.
Der erste Farbauftrag für die Mohnblumen.  Durch das leichte Abtragen der Farben muss im Vorfeld nichts ausgespart werden.

Die Nachteile ergeben sich zwangsläufig aus den Vorteilen:

  • Da das Papier kein Wasser aufnimmt, sind große, gleichmäßige Farbaufträge schwierig. Einige Stellen vom Papier werden sehr schnell trocken, an anderen Stellen entstehen Pfützen, das führt zu Rückläufen (Blumenkohleffekt).
  • Lost edges (verlorene Kanten halbwegs kontrolliert) sind schwierig zu erreichen, da dass Papier sehr schnell trocknet.
  • Das Papier ist empfindlich bei Maskiermittel und Klebeband. Es sollte schnell entfernt und vorsichtig damit gearbeitet werden.

Fazit Aquarellpapier Britannia satiniert:

Die Arbeit mit dem Papier macht Spaß und ist hervorragend für leuchtende Aquarelle geeignet.  Besonders für freie, experimentelle oder auch für sehr feine, exakte Arbeiten (botanische Aquarellmalerei) bietet sich das Papier an.
Darüber hinaus kann ich mir sehr gut weitere Anwendungsgebiete vorstellen wie z. B. hyperrealistische Arbeiten mit Kuli.

Wem das jetzt zuviel Text war, der kann sich das Ganze in Kurzfassung mit Guter-Laune-Musik anschauen:

Weitere Tests mit Aquarellpapier:
Nochmals Hahnemühle Britannia satiniert – ein erster, schneller Test
Hahnemühle Leonardo satiniert – ein hochwertiges Aquarellpapier
Hahnemühle Leonardo rau – Blumen- und Tieraquarelle im Test

 

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