Papiertest Hahnemühle Britannia satiniert

Eine tolle Chance, satiniertes Papier zu testen, habe ich durch Bettina Scheerbarth, vom PR- und Marketingteam der Firma Hahnemühle erhalten. Sie hat mich gefragt, ob ich für die Messe Creativeworld in Frankfurt das neue Papier „Britannia satiniert“ testen würde. Dem bin ich gern nachgekommen.

Hahnemühle FineArt Akademie Aquarell Britannia 300 g/m² satiniert

Konkret handelt es sich um Hahnemühle FineArt Akademie Aquarell Britannia 300 g/m² satiniert, hot pressed. Nachdem ich kaum Erfahrung mit satiniertem Papier hatte, erlebte ich einige Überraschungen. Kurzentschlossen habe ich ein Seepferdchen gemalt, da ich das Motiv schon öfter gemacht habe.

Hahnemühle FineArt Akademie Aquarell Britannia 300 g/m² satiniert, Seepferdchen
Papiertest Hahnemühle FineArt Akademie Aquarell Britannia 300 g/m² satiniert, Seepferdchen

Das Papier ist sehr glatt und smooth. Das Vorzeichnen mit Bleistift kann ganz leicht erfolgen, die Striche sind gut sichtbar. Durch den leichten Strich geht auch das Radieren gut. Mit der glatten Oberfläche gelingen Zeichnungen wesentlich besser als auf rauhem Papier, es können Details besser dargestellt werden.

Das Maskiermittel (Sennelier) ist sehr flach und nahezu unsichtbar auf dem Papier gewesen.

Berge von Wasser

Ein erster Wasserauftrag mit einem breiten Flachpinsel hat das Wasser regelrecht als Berg auf dem Papier stehen lassen. Dieser Wasserberg war wesentlich höher als die Kanten des Maskiermittels.

Ich habe sofort losgelegt. Trotz extremer Feuchtigkeit fließt die Farbe nicht weit, sondern zieht Schlieren von 0,5-1 cm. Das ergibt erstmal ein Gefühl von Kontrolle. Ich fand das sehr angenehm.

Das Papier hatte ich trocken aufgeklebt, bei der hohen Feuchtigkeit hat es sich gewellt. Hochstehende Bereiche sind schnell getrocknet, während in den Senken weiterhin das Wasser stand. Das erschwert ein gleichmäßiges Arbeiten – rauhes Papier ist hier einfacher – es wellt auch, ist aber länger und gleichmäßiger feucht.

Nach den Farbaufträgen im Seepferdchen und außerhalb habe ich die Kontrolle verloren. Durch die Wasserpfützen sind Bereiche ineinandergelaufen, während angrenzende Bereiche schon völlig trocken waren.

Auf rauhem Papier hätte dieser Kontrollverlust ein relativ dumpfes, graustichiges Aquarell ergeben. Auf diesem Papier mischen sich die Farben wesentlich weniger und bleiben relativ gut für sich stehen – auch in einer Pfütze. Das heißt, die Farben kommen sehr leuchtend und strahlend in hoher Dichte nebeneinander zur Geltung.

Das anschließende Trocknen hat lange gedauert. Ich habe mit klarem Wasser gespritzt und Salz gestreut. Nach dem Trocknen kann ich nicht genau sagen, was welche Effekte hatte, da ich zuviel versucht habe.

Schwierig war es, Bereiche gleichmäßig dunkel zu machen. Das Papier stößt regelrecht die Farbe ab in Pfützen. Die Farbe perlt ab. Hier muss vermutlich nur leicht feucht gearbeitet werden.

Fazit des 1. Versuches

Insgesamt hat es sehr viel Spaß gemacht. Die Leuchtkraft der Farben auf diesem Papier ist faszinierend und mit etwas Übung gelingen sicherlich interessante Aquarelle. Mit dem allerersten Versuch bin ich zufrieden.
Hier ist das Endergebnis des Papiertests.

Das getestete Papier wurde mir von der Firma Hahnemühle zur Verfügung gestellt.

Nachtrag April 2017 – inzwischen habe ich weitere Aquarellpapiere getestet:
Hahnemühle Leonardo satiniert 600 g/m²
Hahnemühle Leonardo rau – Blumen- und Tieraquarelle im Test

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